Ein sportlicher Rückblick der 1. Mannschaft zum 10. Geburtstag

Zwei weltweit wirklich bedeutsame Ereignisse geschahen ziemlich genau vor 50 Jahren: Zum einen wurde das Internet erfunden, zum anderen (und das ist gewiss viel bedeutsamer) wurde der erste Eissport betreibende Verein in Grefrath gegründet. Mittlerweile gibt es nach dem Grefrather EC (gegr. 1969), dem Grefrather EV (gegr. 1992), dem Grefrather EC 2001 bereits nunmehr den vierten Verein, die Grefrather Eissport Gemeinschaft, kurz GEG und das auf den Tag genau 10 Jahre. 

Sprichwörtlich „wie der Phoenix aus der Asche“ wurde die Grefrather Eissport Gemeinschaft, auch „Grefrath Phoenix“ genannt am 06.11.2009 aus Unzufriedenheit mit dem Vorgängerverein, dem Grefrather EC 2001, geboren. Meinungsverschiedenheiten brachten die Trennung vom alten Verein und führten zur Gründung der Grefrather EG.

Bis zum richtigen Spielbetrieb war es dann aber doch noch ein längerer Weg, denn erst zur Saison 2010/11 standen die „Feuervögel“ zum ersten Mal in einem Meisterschaftsspiel der damaligen NRW-Liga auf dem Eis. Die erste Saison verlief direkt erfolgreich, denn die ersten 5 Begegnungen wurden gleich gewonnen. Erst im achten Spiel mussten die Blau-Gelben ihre erste Niederlage hinnehmen. Am Ende gewann man die Meisterschaft nach zwei sehr knappen Spielen im Play-Off-Finale gegen den Nachbarn EHC Krefeld. Aus dieser Zeit resultieren noch einige deutliche Ergebnisse, wie ein 26:0 gegen die Nordhorn Bully Dogs, die noch heute in den Ewigen-Top 10-Listen der GEG vertreten sind.

Eine Saison später ging die GEG 2011/12 eine Spielklasse höher in der Regionalliga an den Start. Grefrath wurde Dritter in der Endabrechnung und qualifizierte sich für die Aufstiegsrunde zur Oberliga. Hier wurde man am Ende 6. von 8 Teams und verpasste damit (noch) den Aufstieg. Bereits in der darauffolgenden Saison 2012/13 war das Team von der Niers schließlich erfolgreicher. Als Vizemeister der Regionalliga hinter dem Herner EV, gelang mit Platz 4 in der Oberliga-Pokalrunde der Aufstieg in die Oberliga West, der dritthöchsten deutschen Eishockey-Spielklasse.

Für den Außenseiter von der Niers folgte 2013/14 ein sportlich schwieriges Oberliga-Jahr, in dem es neben 14 Niederlagen nur 4 Siege zu feiern gab. Mit Platz 8 von 10 Teams hieß dies, in der anschließenden Pokalrunde um den Klassenerhalt zu kämpfen. Dies gelang schließlich mit Rang 4 von 8.

Trotzdem entschied man sich in Grefrath, in der Saison 2014/15 nicht erneut in der Oberliga an den Start zu gehen. Zu kostspielig und damit zu risikoreich erschien der damaligen Vereinsführung der Verbleib im halbprofessionellen Liga-Spielbetrieb. Die Mannschaft wurde zurückgezogen und musste wieder in der NRW-Liga, der fünft höchsten Spielklasse neu anfangen. In der Hauptrunde wurde die GEG mit 12 Siegen aus 16 Spielen Zweiter hinter dem Herforder EV. In der Endrunde blieb der Erfolg aus und so wurde Grefrath am Ende nur Vorletzter von 6 Teams.

In der darauffolgenden Spielzeit 2015/16 dominierte der Phoenix dann aber die NRW-Liga. 39 von 42 möglichen Punkten in der Hauptrunde bedeuteten Platz 1 und damit die Meisterschaft. Auch in der Endrunde ging das Siegen für den Phoenix weiter. So feierte Grefrath schließlich ebenfalls Platz 1 und damit den sportlichen Aufstieg in die Landesliga.

2015/16 war die GEG nicht zu bremsen. Als Meister, Pokalsieger und souveräner Aufsteiger war es eine starke Phoenix-Saison. (Foto: Gerd Gisbertz)

Die Saison 2016/17 stand unter einem ganz neuen Stern, denn der Phoenix war gemeinsam mit den anderen NRW-Eishockey-Vereinen vom LEV in den neu gegründeten Eishockey-Verband EHV-NRW gewechselt und übersprang bei der Neugliederung der Spielklassen gleich eine Liga. Anstatt in der Landesliga NRW ging man in der Regionalliga West an den Start. Wie sich nachträglich herausstellte, sportlich keine so gute Entscheidung, denn in der Hauptrunde konnte man nur selten mithalten und wurde am Ende nur 11. von 12 Teams. Besser lief es dann in der darauf folgenden Qualifikationsrunde. Grefrath wurde 3. von 6 Teams. Am Ende fehlte jedoch ein Punkt, um sich doch noch für die Regionalliga-Play-Offs zu qualifizieren. Stattdessen ging es in den Play-Dows um den Klassenerhalt. Hier unterlag man überraschend deutlich der 1b der Roten Teufel Bad Nauheim in zwei Spielen und musste abermals in die Landesliga NRW absteigen.

Hier spielt man mittlerweile mehr oder minder erfolgreich in der dritten Saison. 2017/18 wurde der Phoenix sowohl in der Haupt-, wie in der darauffolgenden Meisterrunde Dritter. Auch in der letzten Spielzeit 2018/19 landete der Phoenix in einem 9er-Feld auf Rang 3, musste sich in der anschließenden Aufstiegsrunde zur Regionalliga allerdings mit dem 6. und letzten Tabellenplatz abfinden.

Insgesamt blickt die Grefrather EG auf eine zwar wechselvolle, jedoch nach wie vor dynamische Geschichte mit zahlreichen Hochs und auch einigen Tiefs zurück. Typisch Grefrath. Typisch Eishockey.

Dennoch wird man bei der Grefrather Eissport Gemeinschaft nicht müde, den Blick immer wieder nach vorne zu richten und die lange Eishockey-Tradition an der Niers fort zu schreiben. Am liebsten wieder mit einem erfolgreichen Kapitel 2019/20.

Die neue Spielzeit hat bereits begonnen. Erneut haben sich die Blau-Gelben das Erreichen der Aufstiegsrunde zur Regionalliga und damit einen Platz unter den ersten 4 Teams als Saisonziel gesetzt. Ob es gelingt?

Wir drücken in jedem Fall die Daumen und sagen „Herzlichen Glückwunsch zum 10. Geburtstag!“.

Herzlichen Glückwunsch – GEG!
Klein & Groß dürfen gemeinsam den 10. Geburtstag feiern…
(editiertes Foto: Dirk Krämer)

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