Spitzenspiel: Reloaded

Grefrath Phoenix gegen Wiehl Penguins, das hatten wir doch gerade erst. Und richtig, vor zwei Wochen gewann der Phoenix gegen die Penguins knapp mit 3:2.

Und auch heute Abend wird es wohl wieder ein spannendes Spiel im Grefrather Eissportzentrum werden. Vor zwei Wochen gingen die Gäste aus dem Oberbergischen zweimal in Führung, zweimal trafen die Blau-Gelben zum Ausgleich. Erst der Treffer von Dennis Holstein nur 63 Sekunden vor Schluss ließen Grefrather Mannschaft und Phoenixfans endgültig jubeln.

Foto: Gerd Gisbertz

War es beim letzten Aufeinandertreffen noch ein Spiel Zweiter gegen Erster, ist es nun umgekehrt. Denn  durch den Sieg holte sich der Phoenix die Tabellenführung und wird sie mit mindestens einem Punkt am heutigen Abend auch verteidigen können. Besser wäre natürlich der vierte Sieg im vierten Spiel.

Wieder wird es auf die Defensivleistung ankommen, was gegen die vor dem Grefrather Spiel bereits mit 15 Treffern sehr erfolgreiche Torausbeute der Wiehler vor 14 Tagen bereits erfolgreich gelang. Im Angriff ist aber noch Potenzial nach oben, 9 Tore (auch wenn damit bereits 9 Punkte geholt werden konnten) sind auf jeden Fall ausbaufähig. Am Ende kommt es aber nur darauf an, mehr Tore als der Gegner zu schiessen, und solange dies gelingt ist die Anzahl der eigenen Tore nebensächlich. Denn wie sagt man so schön beim Eishockey? „Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss!“ 😉

Auf geht‘s Grefrath!

Spitzenspiel zum Heimspielauftakt

Zum Heimspielauftakt am Samstag erwartet der Phoenix seine Zuschauer direkt zu einem Spitzenspiel. Zu Gast sind die Wiehl Penguins, die ihre bisherigen beiden Spiele ebenso wie der Phoenix gewinnen konnten.

In den ersten beiden Saisonspielen konnte Wiehl triumphieren. Beim Heimspielaftakt gegen die Eisadler aus Dortmund wurde es beim 10:1 Sieg sogar direkt zweistellig. Im zweiten Spiel, wieder in heimischer Halle, konnte der letztjährige Vizemeister aus Troisdorf mit 5:3 geschlagen werden. Damit stehen bereits 15:4 Tore für die Wiehler in der Tabelle.

Erst zwei Gegentore musste der Phoenix schlucken, das zweite Spiel in Bergisch Gladbach konnte sogar mit einem Shutout für Goalie Oliver Nilges beendet werden. Der Angriff ist dagegen noch nicht ganz in Torlaune. Trotzdem reichten die bisher 6 geschossenen Tore für die Maximalausbeute an Punkten.

Um es mit Huub Stevens zu sagen: Die Null muss stehen. Und auch wenn man den Spruch nicht 1 zu 1 af Eishockey übertragen kann, der Sinn dahinter ist auch für Grefrath wichtig. Mit Wiehl kommt eine Mannschaft, die in den ersten beiden Spielen bewiesen hat, Tore schiessen zu können. Und dies gilt es erst einmal zu verhindern, sollen die Punkte am Niederrhein bleiben, und die Tabellenspitze erobert werden.

Teilnehmer und Modus für die neue Saison

In der neuen Saison wird der Phoenix in der Landesliga NRW antreten. Auf der Ligentagung am vergangenen Wochenende in Düsseldorf wurden nun das Teilnehmerfeld und der Modus geklärt.

Die Teilnehmer sind:
Bergisch Gladbach Realstars
Eisadler Dortmund
Grefrath Phoenix
Hammer Eisbären 1b
EHC Netphen
Bergisch Raptors Solingen
Troisdorf Dynamite
Wiehl Penguins

Die Hauptrunde wird in einer 1,5-fach Runde ausgespielt, der Erste ist Meister der Landesliga. Die Hauptrunde endet spätestens am 15. Februar, danach spielen die ersten 4 der Landesliga mit dem Letzten der Regionalliga West in einer Einfachrunde um den Aufstieg.
Die Teams auf den Plätzen 5-8 spielen ebenfalls in einer Einfachrunde um den Pokalsieg der Landesliga, bzw. gegen den Abstieg. Die beiden Letzten dieser Runde steigen in die Bezirksliga ab.

Ein Blick zurück und einer nach vorne

Mittlerweile ist die Saison für den Phoenix einige Wochen vorbei, und mit dem Ende der Weltmeisterschaft ist auch die diesjährige Eishockeysaison beendet. Also die richtige Zeit um noch einmal zurückzuschauen.

Vor Saisonstart waren alle noch optimistisch, eine Saison im Mittelfeld wurde erwartet. Doch bereits die ersten Spiele zeigten, dass der Blick eher in Richtung Tabellenkeller gehen wird. Sieben Niederlagen, zum Teil zweistellig, gab es zu Saisonbeginn, dafür wurde der erste Sieg gegen die 1b der Roten Teufel Bad Nauheim um so frenetischer gefeiert, auch wenn es einen Tag später bereits den nächsten Dämpfer mit einem 1:9 gegen die Hammer Eisbären gab. Insgesamt wurden bis Ende Oktober von neun Spielen, davon sieben Heimspielen, acht verloren.

Guter November, schwacher Dezember

War der Oktober sehr Heimspiellastig, gab es im November kein einziges Spiel in eigener Halle. Dafür gab es direkt den ersten Auswärtssieg zu feiern, dem 14 Tage später der nächste folgte. Die weiteren vier Spiele im November gingen zwar verloren, wobei die Ergebnisse meist recht knapp ausfielen und Hoffnung auf Besserung machten. Doch leider gab es im ersten Heimspiel nach langer Zeit wieder eine heftige Niederlage (2:9) gegen Neuss. Den nächsten Sieg in der Hauptrunde konnte erst im Januar,  im letzten Heimspiel gegen Soest im Penaltyschiessen, gefeiert werden. Damit konnte der letzte Platz verlassen werden und die rote Laterne nach Bad Nauheim abgegeben werden.

Fast in die Play-Offs

Die Qualifikationsrunde begann wie die Hauptrunde mit einer Niederlage in Dortmund, worauf eine weitere Heimniederlage gegen Dinslaken und eine klare Auswärtsniederlage in Herford folgten. Allerdings wurde die Niederlage gegen Dinslaken am grünen Tisch in einen Sieg umgewandelt, was dem Phoenix anscheinend gut tat. Denn jetzt wurde in 7 Spielen nur einmal nicht gepunktet, und sogar fünfmal die volle Punktzahl erreicht. Hervorzuheben ist hier sicherlich der 2:1 Sieg gegen Dortmund, wo das entscheidene Tor praktisch erst in letzter Sekunde erzielt wurde.

Am Ende reichte es nur knapp nicht für einen Play-Off-Platz, aber alle Beteiligten gingen optimistisch in die Play-Down-Runde gegen Bad Nauheim, gegen die man bis dahin nur einmal nach Penaltyschiessen verloren hatte. Doch es kam wieder anders, das Heimspiel ging mit 3:7 verloren, auswärts wurde es noch einmal knapp, doch musste sich der Phoenix am Ende mit 4:7 geschlagen geben und damit in die Landesliga absteigen.

Die Mannschaft mit den zwei Gesichtern

Am Ende fällt ein Urteil über die Saison schwer, zu unterschiedlich waren die Ergebnisse. Am Ende ist der Abstieg zwar enttäuschend, aber auch nur weil die Qualifikationsrunde im Vergleich zur Hauptrunde so positiv verlaufen ist. Man ist vor Saisonbeginn das Wagnis eingegangen zwei Ligen aufzusteigen, weil das sportliche Potenzial der Mannschaft überschätzt wurde. In der Vorsaison hat das Team die Liga dominiert, konnte man sich Fehler im Aufbau leisten, die jetzt rigoros bestraft wurden.
Ein weiterer Grund ist, dass praktisch kaum ein Spiel verging, wo es keine Absagen gab. Gerade auswärts fehlten oftmals zuviele Spieler. Im ein oder anderen Spiel hätte es mit einem breiteren Kader sicherlich bessere Resultate gegeben.

Ausblick auf die neue Saison

Jetzt spielt man in der neuen Saison in der Landesliga NRW, die Liga in die man in der vergangenen Saison eigentlich aufgestiegen war. Und in die das Team sportlich sicherlich auch gehört hätte. Allerdings ist man hinterher immer schlauer, und war auch bei uns die Freude über einen Start in der Regionalliga groß. Ob der direkte Aufstieg wieder gelingen kann, wird man sehen. Ziel sollte sein, wieder oben mitzuspielen, um Spielern und Fans wieder den Spaß am Eishockey in Grefrath zurückzubringen, egal ob es am Ende zum Wiederaufstieg reicht, oder nicht.

Wir und Ihr

Das Fanprojekt Phoenixfans ist wieder aktiv dabei.  Auf Phoenixfans.de wird es wieder Statistiken geben, dazu wollen wir mehr auf den Nachwuchs schauen.

Habt Ihr Ideen, was wir noch machen könnten? Aktionen auf unserer Webseite, bei Facebook, im Stadion? Schreibt es doch als Kommentar unter diesen Beitrag. Wir freuen uns auf Eure Vorschläge…